Originalrezept:
NImm gedörrte oder frische Morgeln / so man an andern Orten Maurachen nennet / nach gefallen: brühe sie ein oder zweymal mit siedenden Wasser an; dann lasse den vierdten Theil davon gantz / und zerhacke die übrigen alle wol klein / röste sie beederseits in Butter / und schütte sie hernach in eine siedende Fleischbrüh; würtze es mit Pfeffer / Muscatenblüh und Cardamomen / laß zu letzt ein gut Stück Butter darinnen zerschleichen / und richts über weiß= gebähtes Brod. *
* Wobey zu mercken / daß die Morgeln nicht eben geröstet werden müssen / sondern man könne sie auch nur so angebrühet und zuhacket aufsieden lassen / nach eines jeden belieben.
Anmerkung:
„zuhacket“ ist ein Setzfehler; sollte „zerhacket“ heißen.
Kategorisierung:
Suppen:Hauptzutaten: Butter, Fleischbrühe, Kardamom, Morcheln, Muskatblüte, Pfeffer, Weißbrot (gebäht)
Transkription:
Andrea Sobieszek
Zitierempfehlung:
Andrea Sobieszek (Transkription): "Eine Morgeln= oder Maurachen= Suppe.", in: Vollständiges Nürnbergisches Kochbuch (1691), Teil 01, Nr. 077,
online unter: https://www.historische-esskultur.at/rezeptforschung/?rdb_rezepte=eine-morgeln-oder-maurachen-suppe (03.04.2025).
Datenbankeintrag erstellt von Andrea Sobieszek.
In folgendem Projekt erschlossen: TCS 37 (2017-2019)